Willkommen beim NABU Homberg (Ohm)

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Homberg (Ohm) aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten. 


NABU-Gruppe Homberg (Ohm) pflanzt Streuobstwiese am Hohen Berg

Alte Sorten neu entdecken

Bei strahlendem Sonnenschein haben Mitglieder der NABU-Gruppe Homberg (OHM) am Samstag 23. März 2019 auf dem Hohen Berg in Homberg 12 Obstbäume gepflanzt. Damit wurde die bereits vor drei Jahren begonnene Anpflanzung einer Streuobstwiese auf insgesamt 20 Bäume erweitert. Zum Zuge kamen dabei vor allem sogenannte Alte Sorten wie Allendorfer Rosenapfel, Clapps Liebling, die Grünberger Riesenbirne oder Gellerts Butterbirne. Schon die Namen der Sorten klingen nicht nur historisch oder regional, sie lassen vor allem auch das Geschmackserlebnis anklingen, welches sie mit diesen Namen verheißen. Ausgewählt wurden ausschließlich Hochstämme, da diese für die Natur von besonderem Wert sind und als sehr robust gelten. Insgesamt 20 verschiedene Arten und Sorten sorgen nun für lebendige Vielfalt auf der Streuobstwiese. Streuobstwiesen sind ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten, insbesondere für die Honigbiene. Die Wiese ist auch Lebensraum für verschiedenen Amphibien- und Reptilienarten. Neben diesen tierischen Gefährten dürften sich auch viele Spaziergänger und Wanderer an den duftenden Blüten der verschiedenen Sorten im Frühling erfreuen.

 

Ermöglicht wurde das Projekt durch viele fleißige Helfer. So haben Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs die Pflanzlöcher für die Bäume vorab ausgehoben. Garten- und Landschaftsgestaltung Eder war mit vielen Helfern und Gerät federführend beim Einpflanzen der Bäume dabei. Daher gelten den Mitarbeitern des Bauhofs und der Firma Eder ein ganz besonderer Dank.

 

Gepflanzt wurde auch ein Kirschbaum zum Gedenken an NABU-Mitglied Frank Schmidt, der im vergangenen Jahr unerwartet in jungen Jahren verstorben ist. Die NABU-Gruppe Homberg (Ohm) hat damit ihrem langjährigen aktiven Mitglied und Unterstützer, selbst Mitbegründer der Streuobstwiese, eine lebendige bleibende Erinnerung gepflanzt, nahe dem Insektenhotel an der Kirschenallee. An diesem Ort wird man sich an Frank Schmidt immer dankbar erinnern.

Bei gemeinsamen Kaffee und Kuchen fand dieser Tag einen schönen Ausklang.


Märzenbecherwanderung 2019

Am Sonntag 09.03.2019 trafen sich zahlreiche Wanderfreudige zu der von der NABU-Gruppe Homberg angebotenen Wanderung zu den Märzenbechern im Naturschutzgebiet Ohmaue/Igelsrain. Tausende von prachtvollen Märzenbechern verwandeln den Boden in ein weißes Blütenmeer und sind ein Highlight der heimischen Natur und in dieser Größe einmalig in Hessen. Der Wald wird sich hier selbst überlassen - für Spaziergänger gilt striktes Ausgrabungs- und Pflückverbot. Schließlich sollen sich auch kommende Generationen sich so begeistern können, wie es die teilnehmenden Gäste taten.

 

Aber nicht nur Märzenbecher waren zu bewundern. Unter der fachkundigen Führung durch Karl-Heinz Zobich gab es auf der Wanderung für die Teilnehmende auch noch viel Interessantes über die Flora und Fauna am Wegesrand.

 


Nachruf

Die NABU-Gruppe Homberg trauert um sein NABU-Mitglied Frank Schmidt, der am 18. Mai 2018 viel zu früh verstorben ist.

 

Bis zuletzt hatten wir die große Hoffnung, dass eine Besserung seines Gesundheitszustandes eintreten würde. Es ist kaum zu begreifen – noch im letzten Sommer war er im vollen Einsatz beim Einrichten eines Winterquartiers für Fledermäuse hier in Homberg.

 Immer guten Mutes mit den Worten „ach, das kriegen wir schon“ voranschreitend, aber auch als einen, der in der Öffentlichkeit lieber im Hintergrund blieb, so kannten wir Frank seit Eintritt in unsere Ortsgruppe.

Er packte mit an, gab sehr oft den Anstoß, dass Projekte angegangen wurden und füllte das Ehrenamt mit ganzer Person und großer Leidenschaft aus.

Ein Mensch, für den die Verantwortung für unsere Natur und Umwelt nicht nur Worte waren, sondern der diese Verantwortung auch in Taten umsetzte.

Ob es die Tage waren, an denen es darum ging für die Naturschutz Jugend Holz aus dem Wald zu holen oder Krötenzäune aufzustellen, das Insektenhotel in der Kirschenallee zu finalisieren, an den dort neu angelegten Himmelsteichen Blühwiesensamen auszubringen oder Nistkästen für Eulen im Dachstuhl der Kirche in Dannenrod einzurichten, um nur ein paar Beispiele der weitaus zahlreicheren Aktionen zu nennen – Frank war immer dabei.

Nicht nur reden – machen. Das war Frank.

Wenn er etwas machte, dann sehr genau, überlegt und mit immer noch weiteren Ideen und Einfällen. Andere wären vielleicht schon fertig gewesen, aber er war erst zufrieden, wenn das Beste erreicht war. Was sich dann im Nachhinein auch immer als richtig erwies.

Genauso zuverlässig und verantwortungsbewusst war seine Mitarbeit im Vorstand, wo er den Posten des Rechners vorbildlich bekleidete und auch sonst immer mit Rat und Tat unterstützte.

 

Wir vermissen Frank schmerzlich – als wertvollen Menschen und als engagiertes Mitglied unseres Vereins. Aber wir sind auch froh und dankbar, dass wir Frank kennen und schätzen gelernt haben. Die schönen Erinnerungen werden bleiben und können auch nicht durch seinen Tod ausgelöscht werden.

 

Ihm zu Ehren werden wir einen Kirschbaum in der Kirschenallee hier in Homberg pflanzen.

 


Bau von Steinkauz-Nisthilfen

Am Samstag 17. März 2018 trafen sich Mitglieder der NABU-Gruppe Homberg zum Bau von Steinkauz-Nisthilfen.

 

In der Hobby-Schreinerwerkstatt Pimpl in Schadenbach wurde gemessen, gesägt, gehämmert und geschraubt. Drei Steinkauzröhren wurden mit akribischer Sorgfalt gebaut. Zum Schutz gegen Marder wurden im Innenraum der Röhre zwei zusätzliche Zwischenwände eingebracht.

 

Die Nisthilfen werden in Deckenbach und Haarhausen zur Sicherung des Steinkauz-Vorkommens angebracht. Auch sind weitere Röhren für die Kirschenallee Homberg vorgesehen, mit der Hoffnung, dass sich dort ebenfalls der Steinkauz ansiedelt.

 

Vielen Dank auch an Peter Pimpl für seine fachliche Unterstützung und die Möglichkeit in seiner Werkstatt „werkeln“ zu dürfen.

 


Schwarzstorchhorstbaum erhält Manschette

 

Mitglieder der NABU-Gruppe Homberg legten Anfang März gemeinsam mit Revierförster Christof Croonenbrock von HessenForst eine Baummanschette um den Horstbaum des dort im Wald seit Jahren nistenden Schwarzstorchenpaares.

 

Der lange vom Aussterben bedrohte Schwarzstorch wird in Hessen und dort besonders bei uns im Vogelsberg langsam wieder heimisch.

 

Mit vier Jungvögel in jedem Jahr, die vom NABU beringt werden, weist das hier in der Gemarkung ansässige Schwarzstorchenpaar die stabilste Brut im Vogelsberg auf. Und um diese Brut zu schützen wurden jetzt, bevor die Vögel von ihrem Aufenthalt im Süden wieder zurückkehren, bei eisiger Kälte Maßnahmen getroffen, um Waschbären fern zu halten.

 

Die  Baummanschette stellt ein Kletter- und Aufstiegshindernis zur Abwehr des sich immer mehr ausbreitenden, aus Nordamerika stammenden Allesfressers dar, der es auf die Eier oder auch die Jungvögel des Schwarzstorches abgesehen hat. Ein solcher Raub könnte die Alttiere zur Aufgabe des Horstbaumes bringen. Dies wiederum bedeutet weniger Nachwuchs, denn auf neu gebauten Horsten ist der Bruterfolg meist geringer.

 

Die Tiere sind sehr lärmempfindlich“, so die Fachleute. Und um sie beim Brüten vor Störungen zu schützen, hat HessenForst um jeden Horstbaum eine Schutzzone eingerichtet, in der nicht eingeschlagen wird. Eine gemeinsam von HessenForst und der NABU-Gruppe erfolgreich durchgeführte Aktion – man freut sich schon auf die Rückkehr des Schwarzstorchenpaares in den jetzt gesicherten Horst.

 


Homberg ist seit 2016 wieder Steinkauzland

Der in ganz Deutschland immer seltener werdende Vogel brütet wieder in Haarhausen

Foto Rainer Michalsky
Foto Rainer Michalsky

Bei einer Kartierung durch Aktive der NABU-Gruppe Homberg mittel Klangatrappe wurde festgestellt, dass in der Streuobstwiese in Haarhausen wieder ein Revier des Steinkauzes gibt. Bei der Klangattrappen-suche wird den Vögeln der Ruf eines vermeintlichen Konkurrenten um das Revier vorgespielt. Der anwesende Altvogel antwortete sofort mit dem Ziel den unliebsamen Artgenossen zu vertreiben. Dies war der sichere Nachweis, dass die Stadt Homberg und damit auch der Vogelsbergkreis seit vielen Jahren wieder Steinkauzland ist.

 

Das Gebiet ist durch die gute Pflege des Obst- und Gartenbauvereines seit vielen Jahren ein geeigneter  Lebens-raum für die Vögel. Der Naturschutzverein Homberg hatte in der Hoffnung auf die Besiedlung vor vielen Jahren Niströhren aufgehängt. Die erhoffte Ankunft der Vögel aus den nahen Brutgebieten bei Amöneburg blieb aber aus.

Erst nach der Pflege der Streuobstwiese durch Beweidung mit den Schafen von Thorsten Gröb war das Nahrungs-Angebot für eine Jungenaufzucht ausreichend. Wir freuen uns über die Neubürger.


Steinkauz überrascht uns auch in Deckenbach

Katze fängt einen jungen Steinkauz - Er ist auf dem Weg der Besserung

Foto Karl-Heinz Zobich
Foto Karl-Heinz Zobich

Bei einem Vorstandsmitglied der NABU-Gruppe Homberg wurde in einem Katzenkorb ein junger Steinkauz abgegeben. Er wurde von einer Katze gefangen und war offensichtlich am Flügel verletzt. Die Untersuchung in der Tierklinik in Löhnberg ergab, dass ein kleinerer Knochen im sogenannten Handbereich gebrochen war. Nach der Behandlung wurde der Vogel in eine Pflegstation bei Wetzlar gebracht. Dort macht seine Genesung gute Fortschritte. Wenn er kräftig genug ist und fliegen kann, wird er an seinem Geburtsort wieder freigelassen. Die Eltern werden ihn an seiner Stimme erkennen und sich wieder um ihn kümmern. Wir werden Interessierte über die Presse und die Homepage informieren.

Die Wiederbesiedlung in Deckenbach fand ganz offensichtlich aus Haarhausen statt. Da der in Wäldern lebende Waldkauz einer der Fressfeinde des Steinkauzes ist, meidet der wesentlich kleinere Vogel die Waldnähe. Der Weg des Deckenbacher Paares muss aber über den Wald stattgefunden haben. Das ist eine große Überraschung. Die NABU-Gruppe wird auch versuchen, die Gefahr für die Tiere durch Katzen zu minimieren. Hierfür sollen in einem weiter vom Dorf entfernten Gebiet neue Niströhren angebracht. Die Hoffnung besteht, dass die Familie in die bequemeren Wohnungen umziehen werden, die weniger katzengefährdet sind. 


Krötenwanderung

Derzeit betreuen wir den von uns gestellten Krötenzaun bei Wäldershausen - Helfer können sich bei unserem Koordinator Patrick Köhler per WhatsApp über die Handynummer 0157/35745234 oder E-Mail p@trickkoehler.de melden


Ihr wollt unsere Projekte, Aktionen und Exkursionen kennen lernen

Bei zwei Projekten werden wir uns in den kommenden Jahren immer wieder einbringen. Hier könnt ihr mehr über das Projekt Streuobstwiese und das Projekt Kirschenallee erfahren.

 

Die Arbeitsgemeinschaften bestehen zur Zeit nur aus einzelnen Personen. Wir hoffen, dass wir diese in Zukunft auf eine breitere Grundlage stellen können. Näheres könnt ihr unter AG Vogelkunde, AG Fledermäuse und
AG Amphibien erfahren.

 

Wir freuen uns über Menschen, die den bei und mit uns lebenden Tieren helfen, indem sie ihre Wohnstätten an und in ihren Häusern dulden. Da dies manchmal mit aus unseren Augen Verunreinigungen verbunden ist, wird das von vielen Einwohnern nicht mehr als selbstverständlich hingenommen. Wir bedanken uns bei diesen Einwohnern der Stadt Homberg und der Stadtteile, indem wir sie auszeichnen. Näheres könnt ihr hierzu auf unseren Seiten Schwalbenfreundliches Haus, Fledermausfreundliches Haus und
Aktion Lebensraum Kirchturm erfahren. 

 

Weitere Aktionen und Exkursionen wollen wir regelmäßig in den kommenden Jahren durchführen. Wir laden euch recht herzlich ein, bei der Aktion Wildkatzensuche zu beteiligen und der Führung zu unseren Märzenbechern, sowie den Frühblühern und der Türkenbundlilie am Schlossberg teilzunehmen.