Wir zeichnen alle Nutzer und Eigentümer von Gebäuden, die Schwalben und Mauersegler dulden oder fördern mit Plaketten und Urkunden aus. Mit diesen Auszeichnungen erhoffen wir uns viele Naturfreunde, die diesem Beispiel folgen.
Preisgünstige Schwalben-Kunstnester aus Holzbeton
Mehlschwalben-Kunstnester - Doppelnest u. Einzelnest
Auszeichnung im Sept. 2025
durch Karl-Heinz Zobich und
Patrick Köhler vom Nabu-Homberg-Gemünden
Sehen Sie dazu folgende Zeitungs-Artikel:
Zusätzlich zu den inzwischen 10 Mehlschwalben-Kunstnestern befinden sich an diesem Fachwerkhaus
von A.Jende u. W.Pfeil im Homberger Ortsteil Ober-Ofleiden, Bodenweg 2
6 Mauersegler-Nistmöglichkeiten - davon 3 Kästen und 1 Naturnest am Hauseck mit Mauersersegler-Bruten
Also eine tolle Doppel-Kolonie mit zahlreichen Flugkünstlern in den Sommermonaten am Ortseingang
- und die Mücken haben "gelitten"
= eine Win-win-Situation für Mensch und Gebäudebrüter !
Mauersegler sind die saubersten Gebäudebrüter.
Sie machen so gut wie gar keinen Schmutz an Hausfassaden und davor - im Gegensatz zu Mehlschwalben.
Unter den Schwalbennestern kann der Dreck aber mit geeigneten Kotauffangbrettern zu über 90 % aufgefangen werden !
Grob-Reinigung 1 x pro Jahr von Fenstern aus mit "Winkel-Schiebern".
Solche Auffangbretter haben die Besitzer des Fachwerkhauses inzwischen noch mind. 50 cm unter den Schwalbennestern angebracht.
Sehen Sie dazu folgende Zeitungs-Artikel mit Fotos - blaue Überschriften anklicken:
Alle 9 Nester sind bewohnt und
3 weitere Mehlschwalben-Kolonien mit Auszeichnungen:
Am Schloss Homberg/Ohm befinden sich Mehlschwalben- u. Rauchschwalben-Kunstnester sowie Mauersegler-Brutplätze in Naturnestern und flachen Segler-Nistkästen.
In Absprache mit der Denkmal-schutzbehörde werden weitere Nisthilfen zusätzlich angebracht.
Inzwischen gibt es am Schloss Homberg eine bedeutende Mauersegler-Kolonie mit mind. 10 Brutpaaren. Die Nistplätze befinden am Hauptgebäude und überwiegend an der Schlossscheunen-Süd- u. -Nordseite.
Ebenso wurden Fledermaus-Spaltenquartiere und Fledermaus-Höhlenkästen angebracht.
In der Schlossscheune wurden auf der obersten Ebene Spaltenquartiere für verschiedene Fledermausarten neu installiert. Somit nicht nur für „Allerweltsarten“ geschaffen, sondern auch für die nur
noch als Mumien gefundenen sehr seltene Große Bartfledermaus neu geschaffen. Die Besonderheit beim Schloss ist der Umstand, dass der Gewölbekeller auch als Winterquartier von den seltenen Arten
Braunes und Graues Langohr und Fransenfledermaus genutzt wird.
Als Dank, dass der Eigentümer des Schlosses und die Schlosspatrioten als Hauptakteure sich für Schwalben, Mauersegler und Fledermäuse engagieren und
an ihrem Schloss willkommen heißen, wurden sie vom NABU mit den Urkunden und Plaketten „Schwalbenfreundliches Haus“ und „Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung für die
Fledermäuse wurde von der Vertreterin des NABU-Vogelsberg Frau Lange und die für die Schwalben gemeinsam von dem Vertretern des NABU Homberg und NABU Vogelsberg Herrn Bernbeck und Herrn Zobich
vorgenommen. Sie haben gemeinsam die Hoffnung, dass es Menschen gibt, die dem guten Beispiel folgen.
Noch kennen wir sie vor allem als Flugkünstler und Sommerboten: Schwalben und Mauersegler. Ebenso die geheimnisumwitterten Kobolde der Nacht: Fledermäuse. Doch in Deutschland gibt es sie immer seltener. Mit den Aktionen „Schwalbenfreundliches Haus“ und „Fledermausfreundliches Haus“ will der NABU diesem Trend entgegenwirken und zeichnet ab sofort bundesweit Menschen aus, die an ihren Häusern die gefiederten Glücksbringer und mit ihren Ohren sehenden nachtaktiven Säugetiere willkommen heißen. Die NABU-Gruppe Homberg übernimmt als Anerkennung für die das Normalmaß hinausgehende Duldung des weiteren Ausbaus der Schlossscheune den größten Teil der Kosten.
Jedes Jahr im April und Mai kehren Mehl- u. Rauchschwalbe und Mauersegler aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten zu uns zurück, um in unseren Dörfern und Städten zu brüten. Mit ihrem fröhlichen Gesang kündigen sie den baldigen Sommer an. „Wo Schwalben am Haus wohnen, geht das Glück nicht verloren“, heißt es in einem alten deutschen Sprichwort.
Die Fledermäuse wachen ungefähr zeitgleich aus ihrem Winterschlaf auf und besiedeln ihre Sommerquartiere.
Doch so zahlreich wie früher sind die Schwalben und Fledermäuse nicht mehr. „Ihre Zahl geht seit vielen Jahren zurück, auch hier in Homberg. Eine der Hauptursachen ist der Verlust an Plätzen, an denen sie brüten bzw. ihre Jungen zur Welt bringen können. Außerdem werden auch ihre Nahrungsgrundlagen, die Fluginsekten, knapp“, sagt Karl-Heinz Zobich.
In unseren Städten verschwinden außerdem zusehends Nester durch unbedachte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden. Häufig werden die Nester leider auch illegal beseitigt – und das, obwohl Schwalben
streng geschützt sind und das Zerstören ihrer Brutstätten unter Strafe steht.
Die für unsere Fledermäuse wichtigen Spaltenquartiere werden oft bei Gebäudesanierungen hermetisch verschlossen.
Gleichzeitig wird unsere Landwirtschaft immer stärker intensiviert. Höfe und Betriebe unterliegen heute strengeren Hygieneanforderungen als früher. Moderne Viehställe und Scheunen sind deshalb oft verschlossen und bieten Schwalben keine Einflugmöglichkeiten mehr. Feldwege, Einfahrten und Dorfplätze werden immer öfter zubetoniert, sodass unsere Glücksbringer weniger Pfützen und den daraus benötigten Lehm für ihren Nestbau finden. Zudem gibt es durch Monokulturen auf dem Acker, den Rückgang der Weidewirtschaft und den Einsatz von Pestiziden immer weniger fliegende Insekten.
Mit den Aktionen „Fledermausfreundliches Haus“ und „Schwalbenfreundliches Haus“ möchte der NABU Vogelsberg und der NABU Homberg dazu beitragen, die Akzeptanz für Schwalben und Fledermäuse und ihre Nester und Wochenquartiere in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Brutplätze bzw. offenen Spalten an und in unseren Gebäuden zu erhalten und neue zu schaffen. „Jeder kann mit einfachen Mitteln Schwalben an seinem Haus willkommen heißen: mit Nestgrundlagen wie Rauputzstreifen oder Brettchen, Kunstnestern und einer Lehmpfütze im Garten“, erklärt Willi Bernbeck. Für Fledermäuse gibt es auch an unseren modernen Gebäuden Spalten, hinter denen sie leben und ihre Jungen aufziehen können.
Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler und Sommerboten und/oder die Kobolde der Nacht dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Pension, Geschäft, Pferde- oder Bauernhof, Fabrikgebäude oder wie in unserm Fall um ein Schloss handelt.
Beitrag
finden Sie hier + scrollen bis ganz unten