Aktionen

Der NABU ist sehr vielfältig. Im Frühjahr ist ein wichtiges Projekt die Krötenwanderung. Im Mai heißt es Vögel gucken, beobachten und melden. Denn dann schlägt die Stunde der Gartenvögel. Aber auch zu Fledermäusen oder bei der Landschaftspflege sind wir aktiv.

 

 

Krötenwanderung

Ab Februar: Den Fröschen und Kröten auf der Spur

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. In der ganzen Republik sind Naturschutzgruppen Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt.

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NABU-AG Fledermaus lockte mit informativem Programm zur Batnight (Fledermausnacht)

 

Die NABU-AG hatte am Samstag den 27.08.2011 in Kooperation mit der Grundschule Homberg, dem Elternbeirat und dem Förderverein der Grundschule und der NABU/NAJU-Gruppe Homberg (Ohm) zu einem vielseitigen Programm mit vielen Aktionen und Informationen über die Flattertiere eingeladen.

 

Die Batnight oder Fledermausnacht ist mehr als eine lokale Angelegenheit. Auf Batmans Spuren konnten sich Naturinteressierte bei der 15. Europäischen Fledermausnacht vom 27.- 28. August an vielen Orten begeben. Der NABU setzt sich seit vielen Jahren für den Fledermausschutz ein, denn die Tiere sind überall bedroht und daher streng geschützt.

 

Auf die 750 Besucher des Schulgeländes wartete allerdings kein erhobener Zeigefinger, sondern ein unterhaltsames Programm, das besonders für Kinder viel zu bieten hatte. Die verschiedenen Stationen wurden von Lehrer/innen, Mitglieder des Elternvereins und NABU-Mitarbeitern betreut.

 

Der Leiter des Ausbildungszentrums für Natur- und Umweltbildung (AZN) in Kirtorf und gleichzeitig Leiter der Fledermaus-AG im Kreis Dr. Martin Jatho hatte die Erlebnisstationen vorbereitet. Dass viele der jungen Besucher selbst zu Batman wurden lag am Kinderschminken, welches Fledermaussilhouetten auf die Gesichter zauberte. Wer am Fledermaus-Quiz oder an der Fledermaus-Olympiade mit 10 Stationen teilnahm, bekam als Anerkennung „Fledermaus-Präsente“ geschenkt. Bei dem Wettbewerb mussten die Insekten-Fangmethoden von den Kindern anhand einer Gummibärchen-Schleudermaschine nachgeahmt werden. Die Aufgabe die Hängezeiten der Fledermäuse (Abhängen) zu übertreffen schlug in allen Fällen fehl, sie machte dennoch viel Spaß. Wie schwierig es ist mit verbundenen Augen geradeaus zu laufen wurde von vielen Teilnehmern mit Verwunderung wahrgenommen. Düfte, Richtungshören, Geräusche, Nahrung, Labyrinth Insektenfang und Quartiersuche waren die weiteren Stationen. Am von den Naturschutzjugend (NAJU)-Kindern betreute Mikroskopierstand wurde in Fledermauskot nach erkennbaren Resten der Mahlzeiten der Tiere geforscht. Diese Flügel, Fühler, Kopfschilde und andere unverdaulichen Teile können bestimmten Insektenarten wie zum Beispiel dem Maikäfer zugeordnet werden. Vorlesen für Kinder, der Bastelstand und die Fledermausrufe rundeten das vielseitige Angebot ab. Alle Stationen machten so viel Spaß, dass es sogar zu Staus kam. Plüsch-Fledermäuse gab es in mehreren Größen auch zu kaufen, ebenso wie viel Fachliteratur. Wohnungen für die Tiere konnten in Form von Kästen erworben oder selbst zusammengebaut werden. Auf diesen wurden mit einem Brenneisen Fledermaus-Umrisse eingebrannt. An einem von den Spezialisten betreuten Infostand gab es neben vielfältigem Informationsmaterial präparierte Fledermäuse zum Bestaunen. Der Elternbeirat gemeinsam mit dem Förderverein sorgte für das leibliche Wohl in Form von Getränken, Würstchen und selbst gebackenem Kuchen. Wenn man Höhepunkte der Veranstaltung herausstellen konnte, so war der Dia-Vortrag von Dr. Jatho besonders für Erwachsene ein solcher. Ein herzliches Dankeschön geht an die vielen helfenden Hände, ohne die eine so tolle Veranstaltung für unsere Kinder sicher nicht möglich gewesen wäre.

 

Bei Exkursion ab Einbruch der Dämmerung kamen etwa 180 Kinder und deren Angehörige dann noch einigen Fledermäusen auf die Spur. Spezielle Detektoren machten die Ultraschall-Laute der Nachttiere hörbar, so dass man im rechten Moment hoch schauen konnte, um einen der „Kobolde“ durchs Dunkel vorbeiflattern zu sehen. Leider war der Abend durch Regen beeinträchtigt. Viele Fledertiere hatten es vorgezogen, in der wegen der Niederschläge insektenarmen Nacht in ihrem Quartier zu bleiben oder erst spät in der Nacht auszufliegen. Die nach Nahrung suchenden Tiere interessierten sich für die Gruppe am Boden überhaupt nicht. Sie sind auch auf keine Beleuchtung angewiesen, erklärte Dr. Jatho: „Fledermäuse sehen mit den Ohren.“ Aus dem Echo ihrer hohen Pfeiftöne bilden sie sich ein sehr genaues Bild ihrer Umgebung, erkennen Beutetiere und Hindernisse und können Gegenstände ab der Dicke eines menschlichen Haars wahrnehmen.
Jede Art ist dabei auf einen bestimmten Lebensraum und besondere Beutetiere spezialisiert, so der Experte. Von den mindestens siebzehn Spezies im Kreis trafen die Beobachter auf Zwergfledermäuse, die in niedriger Höhe kleine Insekten jagen – Schnaken etwa, was sie für Menschen sehr sympathisch macht. Die Wasserfledermäuse fingen an der Ohm die Insekten dicht über oder auf der Oberfläche des Flusses. Im Licht von Rotlichtlampen die von den Tieren nicht als Störung wahrgenommen werden waren die Beobachtungen noch viel eindrucksvoller. Das Naturerlebnis werden die Kindern und Erwachsenen sicher nicht so schnell vergessen.


Birdwatch

Am ersten Oktoberwochenende Vogelzug erleben

Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt gehört das erste Wochenende im Oktober fest in den Terminkalender zahlreicher Menschen, die ein Naturschauspiel besonderer Güte erleben wollen. An diesem Wochenende findet der BirdWatch statt, das Beobachten, Zählen und Kartieren von wandernden Vögeln. Auch in diesem Jahr zückten Anfang Oktober Vogelbeobachter in ganz Europa ihre Ferngläser, um der Abreise der Sommergäste zu erleben.

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