Der gravierende Rückgang von vielen Lebewesen ist auch bei uns angekommen. Gegen Umweltbeeinträchtigungen verschiedener Art empfindliche Insekten, Amphibien, Vögel und Pflanzen sind in ihrer Anzahl gravierend zurück gegangen. Nicht wenige sind auch bei uns bereits ausgestorben. Die Wissenschaft nennt es Biodiversitätsverlust. Es ist inzwischen ziemlich eindeutig, dass wir uns im größten Massensterben befinden, das je auf der Erde stattgefunden hat. Neu ist, dass diese 6. weltweite Katastrophe vom Menschen verursacht ist. Wir dürfen uns nicht selbst belügen, wir in Deutschland sind dabei wesentlich mit Verursacher.
Eine der Ursachen ist der Verlust an Vernetzungsstrukturen, die vom Menschen weitgehend unbeeinflusst und somit noch naturnah sind. In zunehmenden Maße greifen wir in diese potentiellen Rückzugsräume ein, wo unsere Gesetze dies gar nicht zulassen. Wichtige Bereiche für einen noch naturnahen Lebensraum für diese selten gewordenen oder gar ausgestorbenen Arten sind Feldwege- und Gewässerparzellen, die sich im Eigentum der Gemeinden/Städte befinden.
Daher haben wir am 10.04.2022 einen Antrag erstellt und ihn an den Magistrat der Stadt Homberg, den Stadtverordneten Vorsteher und die Fraktionsvorsitzenden weitergeleitet. Dieser enthält auch Verweise auf die gesetzlichen Vorgaben.
Der Stadtverordnetenvorsteher Gunkel antwortete uns am 16.04.2022 mit einem Mail. Über den Inhalt und die Form des Schreibens haben wir uns gefreut.
Das wir die Sachlage aber anders als Herr Dr. Gunkel einschätzen, haben wir ihm am 30.04.2022 ebenfalls mit einem Mail geantwortet.