sowie Berichte zur Nistkastenkontrolle in "Nistkastenbetreuung"
Von "Meisenkästen", Halbhöhlen bis zu Mauerseglerkästen , Schwalben-Kunstnestern und Fledermauskästen sehen Sie hier im Nabu-Shop
u. auf folgender Seite: klick
sowie in Aktion Schwalbenfreundliches Haus
Mauersegler haben schwalbenähnl. Lebensgewohnheiten, sind Insektenfresser und Zugvögel.
Anders wie Schwalben bauen sie jedoch keine Schlammnester an Gebäuden, sondern sind Höhlenbrüter.
Ihre "Naturnester" befinden sich in Hohlräumen unter Dachvorsprüngen von älteren Häusern u. hohen Gebäuden,
gern an hohen Steingebäuden wie Kirchtürmen und Burgen und in deren Bruchsteinmauern.
Durch Gebäude-Sanierungen u. -Abriss gehen jährlich tausende von Mauersegler-Nistplätzen allein in der BRD verloren. Besonders in den neuen Bundesländern. Geschätzt wird eine jährliche Abnahme von 1 bis 3 %.
Mauersegler sind die saubersten Gebäudebrüter !
Sie machen so gut wie gar keinen Dreck an Hausfassaden und davor.
Bewährter, geräumiger, preisgünstiger Mauersegler-Nistkasten
Seglerkästen sind "Universal-Nistkästen"
Außer Mauersegler brüten darin gerne andere Vogelarten/Höhlenbrüter - auch als Erstbesiedler:
Meisenarten, Haus- u. Feldsperling;
oft Hausrotschwanz; seltener Gartenrotschwanz u. Trauerfliegenschnäpper
Im Laufe der letzten Jahre wurden in Homberg/Ohm - hauptsächlich i.d. Altstadt -
und auch in 3 Ortsteilen einige Seglerkästen angebracht,
die inzwischen größtenteils von den Flugkünstlern besiedelt worden sind.
In 2 Fällen gab es sogar schon im 1. Jahr etwas verspätete Bruten mit je 2 Nestlingen,
die an den Einflugöffnungen zu sehen waren !
Größere Mauersegler-Kolonien mit je mind. 10 Brutpaaren befinden sich am Schloss Homberg/Ohm,
an der Tierarztpraxis Ernst-Ludwig-Str. 8 und Haus W.Bernbeck, Markstraße 22
Sowie 5 Brutpaare am mittelalterl. Brauhausturm + 8 Segler-Naturnester an 4 Gebäuden nebenan
und 6 Brutpaare am Haus Patrick Köhler, Friedrichstr. 10
Fotos 2 x anklicken zum Vergrößern
1. Brauhausturm mit 5 integrierten besiedelten Mauersegler-Nistkammern hinter Ortbrettern/über Fenstern. Rasante Mauersegler-Gruppenflüge (Screaming-Partys) um den Turm.
2. Einsehbare integrierte Nistkammer mit 3 ca. 5 Wochen alten Jungseglern (von 6 Wochen Nestlingszeit)
Fotoreihen:
1. Homberger Schloss u. Scheune ; 2. Am Grot 3 u. 1 ; 3. u. 4. Marktstr. 22 ; 5. Frankfurter Str. 45 ;
6. Brauhausturm ; 7., 8. u. 9. Marktstr. 65 , 67 u. 69 ; 10. Burgring 33 ; 11. Georgentor u. Ernst-Ludwig-Str. 6 ;
12. Ernst-Ludwig-Str. 8 u. Friedrichstr. 16 ? ; 13. Friedrichstr. 10 ; 14. Sudetenstr. .. ;
15. Ober-Ofleiden Welckerstr. u. Bodenweg 2 ;
16. Schadenbach Kirche u. Torstr. 10
März 2025: Am Schadenbacher Mehlschwalbenturm im Hof von Karl-Heinz Zobich, Torstr. 10
wurde die Anzahl der Mauerseglerkästen auf 3 erhöht.
Der schräge SeglerKasten Typ Zeist war in 2024 von Mauerseglern besetzt !
Nest auf viel Heu welches Haussperlinge zuvor eingetragen hatten.
Man kann den Turm jetzt als Artenschutzturm bezeichnen.
Desweiteren finden schon seit vielen Jahren Mauerseglerbruten in 2 Seglerkästen an seinem Wohnhaus statt.
Rechte Fotos mit 2 Kästen neben / über dem Wohnzimmerfenster.
Am Haus von Marianne Fleischhauer, Homberg, Am Stadtgraben 7
hatten Haussperlinge die 5 Mehlschwalben-Naturnester weitgehend zerstört, zerhackt.
Reste wurden beim neuen Hausanstrich beseitigt.
Am 26.März 2025 haben Karl-Heinz Zobich und Willi Bernbeck dort 4 Mehlschwalben-Kunstnester unterm Dachvorsprung mit Hilfe einer hohen Sicherheitsleiter angebracht. Davon 1 Doppelnest mit Kotauffangbrett.
Am anderen Hausende wurde ein Mauerseglerkasten angeschraubt.
Im Sommer 2025 gab es mit Hilfe von artspezifischen Lockrufen mit Mini-Akku-Lautsprecher
ganz nahe Vorbeiflüge von Mauerseglern und Mehlschwalben an den Nisthilfen.
Sogar einige Mauersegler-Anhänger am Seglerkasten !
Eine 10er-Mauersegler-Kolonie befindet sich in nur 30 m Entfernung am Haus der Tierärztin Ernst-Ludwig-Str. 8
Fotos davon oben in der 7. Bild-Reihe.
Am Geschäftshaus neben der Tankstelle in der Marburger Straße bestand Hombergs größte natürliche Mehlschwalben-Kolonie aus 24 Nestern unter 2 großen Vordächern. Die Nester befanden sich dort in den Nischen der waagrechten Stahlträger. Diese Vordächer sollten bei Umbauarbeiten ab Mitte Mai in 2011 abgerissen werden. Siehe 1. Foto unten.
Karl-Heinz Zobich und Willi Bernbeck konnten den Tankstellenbesitzer K.H. Jantzon davon überzeugen mit Baumaßnahmen in diesem Teilbereich bis Ende der Brutzeit zu warten. Diese verzögerte sich jedoch bis Ausflug von 10 Zweitbruten bis ca. 10. Sept.
Um die Mehlschwalbenbruten zu retten nahmen also der Besitzer Karl-Heinz Jantzon und der Pächter durch Rücksichtnahme beim Umbau einige wirtschaftliche Nachteile in Kauf.
Als notwendige Ersatzmaßnahme laut BundesNaturschutzGesetz
u. durch unsere Beratung ließ der Tankstellenbesitzer im Frühjahr 2012 großzügig 28 Mehlschwalben-Kunstnester (14 DoppelNester) anbringen. Und zwar an Gebäudestellen die überhaupt noch in Frage
kamen u. einigermaßen brauchbar schienen.
20 Kunstnester an der Westseite unter einem nur kleinen
vorhandenen Dachvorsprung und 8 Nester an der Südseite unter einem nur ca. 3,50 m hohen großen Vordach in einer "Versenkung" dicht neben der höher liegenden Nebenstraße mit Geländer. Heutzutage
kann man sogar von der Nebenstraße aus niedrig und nah in diese 8 Einflugöffungen schauen u. die Nestlinge sehen.
Gegen Verschmutzungen wurden Schwalbenkotbretter montiert. Diese 25 cm breiten Kotauffangbretter befinden sich ca. 50 cm unter den Nestern.
Alle Beteiligten hatten Sorge, ob die neuen Nisthilfen
angenommen werden. Banges Warten im kalten Frühjahr 2012. Durch die lange Schlechtwetterperiode kamen hier die Mehlschwalben erst sehr spät ca. 20. bis 25.Mai aus ihren Winterquartieren zurück.
Immerhin wurden dann doch 10 der 28 angebotenen Kunstnester besetzt, und es kam im 1. Jahr zu mind. je1 Brut pro besiedeltem Nest.
Große Erleichterung dass die Mehlschwalben-Kolonie gerettet werden konnte und weiterhin besteht.
In den Folgejahren nur geringes Wachstum der Kolonie. Zumeist nur 10 bis 12 besetzte Nester - aber immerhin ca. die Hälfte davon mit Zweitbruten.
Obendrein sind alle Beteiligten angenehm überrascht wie relativ sauber es unter den Nestern durch die Kotauffangbretter aussieht.
So gut wie keine Verschmutzungen mehr im Gegensatz zur früheren Naturnest-Kolonie ohne Bretter.
Der Tankstellenbesitzer läßt die Kotbretter alle 2 Jahre mit
Hilfe eines Hubsteigers reinigen.
Die damalige Vorsitzende der NABU-Gruppe Homberg Carmen Rotter und der Beauftragte für Vogelschutz Willi Bernbeck überreichten dem ehemal. Pächter der Tankstelle Jörg Rose die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" und ein kleines Buchgeschenk sowie eine Urkunde.
Carmen Rotter nannte die Zusammenarbeit von Gewerbetreibenden und
Naturschützern in diesem Fall mustergültig. Sie hofft, dass sich viele Bürger daran ein gutes Beispiel nehmen und für sich, sowie für die Natur, eine gute Lösung zu
finden.