4 Sicherungs-Methoden gegen die meisten Beutegrabscher sehen Sie hier.
Auch die einfacheren Tunnel-Vorbauten und Rohrmuffen haben sich bei allen
ca. 15 MeisenBruten seit 3Jahren bewährt.
An Stellen mit früheren Nesträubereien durch Waschbären u.a. kein Auspfoteln mehr !
1. Drahtgitterkorb-Vorbau; über 20 cm lang; Öffungsklappe des Nistkastens seitlich.
Patent vom Nabu-Hungen-Villingen u. Uni-Gießen.
2. Tunnel aus Lattenstücken ca. 6 cm x 12 cm x 1,8 cm dick, plus braun angestrichen und mit Winkeleisen angeschraubt; Einflugöffung 4 cm x 4 cm.
3. Einfachste Methode:
Kunststoff-Abwasser-Rohrmuffe aus Baumarkt; grau, 10,5 cm lang; ca. 2 Euro
Innendurchmesser 4 cm für Höhenbrüter mit Kohlmeisengröße,
Innendurchmesser mind. 5 cm für Stare, Gartenrotschwanz u.a.
Mit 2 Spaxschrauben 3,5 x 30 mm durch Flansch (vorbohren mit 2,5 mm) vor Flugloch anschrauben; Spechtschutzblech vorher durchbohren.
Tunnel kann natürlich auch in Kastenfarbe angestrichen werden.
4. Marderschutzplatte mit Drahtringen, Höhe 5 cm
Bisher in über 10 Fällen auch keine Ausplünderungen durch Waschbären !
Diese Aktion fand am 21. Sept. 2021 im kleinen Kreis im inneren u. äußeren Schlossgarten statt.
Neben Bestimmung der Vogelbruten anhand der "Nestbilder" ging es auch um Nachweis / Anwesenheit von Fledermäusen im Spätsommer in den Nistkästen. Sie übertagen nach ausgeflogenen Vogelbruten im August u. September während der Paarungszeit u.a. auch gern in Vogelnistkästen !
Und tatsächlich konnten in 4 Nistkästen Fledermauskotkrümel festgestellt werden.
In 2 Stück sogar relativ viel.
Hauptsächlich in Holzbetetonkästen an deren rauhen Wänden/Decken sie gut "abhängen" können.
In 4 Holz-Nistkästen wurden daher inzwischen Seitenwände u. Dächer mit einer Stichsäge gut aufgerauht.
Laut Thomas Steinke- dem Fledermaus-Experten vom Nabu-Vogelsbergkreis - deuten die kleinen schwarzen Kotkrümel auf die häufigen Zwergfledermäuse hin und auch gefundene größere Krümel eindeutig auf Langohr-Fledermäuse.
In einem typischen Feldsperlingsnest lag noch ein unbebrütetes braungepunktes Ei. Spatzen (Feld- und Haussperlinge) sind sogenannte Webervögel und bauen unordentliche überwölbte Nester aus Halmen, Zweigen, Blättern und anderen verfügbaren Materialien. Haben 4 bis 6 Eier pro Nest.
Diese sind etwa 1,9 x 1,4 cm groß, von einer weißen oder grauen Grundfarbe und mit braunen Sprenkeln übersät. Feldsperlinge machen 2
bis manchmal 3 Jahresbruten.
In den meisten Nistkästen wurden Kohl- u. Blaumeisenbruten festgestellt; typische Nester aus Moos und event. einigen Tierhaaren. Z.t.
auch Spinnweben vorhanden.
Am alten Birnbaumstamm (1.Foto) im speziellen Baumläuferkasten erfolgreiche Bruten von Gartenbaumläufern (Stammkletterer). Sie machen dort seit einigen Jahren 2 Jahresbruten !
Siehe 6. Foto mit hinten offenem abgeklappten Dreieckskasten.
Von 54 Nistkästen waren 37 besetzt
Davon folgende erfolgreiche Bruten in 28 Kästen
Kohlmeisen: 15
Blaumeisen: 8
Feldsperlinge: 2
Gartenbaumläufer: 2
Kleiber: 1
Brut-Nutzungsgrad 28 / 54 = 51,9 %
In einigen Nistkästen nur Nestanfang bzw. Brutabbrüche; z.T. verlassene Eier oder Skelette.
Eine Starenbrut (Blauzeder) u. eine Blaumeisenbrut (Hemlockstanne) wurden eindeutig von Waschbären ausgepfotelt u. vernichtet.
Von "Meisenkasten", Halbhöhlenkästen bis zum Mauerseglerkasten , Schwalbenkunstnester und Fledermauskästen sehen Sie hier