Ziel des Projektes

Die ehemalige Hütefläche am relativ steilen Südhang war botanisch sehr artenreich. Nach vielen Jahren der permanenten Unterbeweidung ist diese stark verbuscht und die Grasnarbe verfilzt. Durch die aktuelle Beweidung mit Schafen und Ziegen hat sich die Artenvielfalt bereits wesentlich verbessert. Unser Ziel ist es,

sie zu der artenreichsten Fläche der Gemeinde Homberg zu entwickeln.


Feldthymian und Widderchen

 

NABU-Gruppe gab Einblick in die Renaturierungsmassnahmen in der Kirschenallee

 

Trotz der hohen Temperaturen, aber bei angenehm wehendem Lüftchen, hatten sich etliche Naturinteressierte eingefunden, die der Einladung der NABU-Gruppe Homberg zu einer Wildwiesen- und Schmetterlingswanderung in der Kirschenallee gefolgt waren. Karl-Heinz Zobich gab eine kurze Einführung in das Thema der Renaturierung der Kirschenallee. So hat man dieses Jahr wieder mit einer Schafsbeweidung begonnen. Die Schafe haben bis Anfang Juni schon ganze Arbeit geleistet und den verfilzten Grasbewuchs abgefressen. Dadurch haben es Pflanzen, die hier sonst keine Möglichkeit haben zu wachsen, geschafft auch wieder auf der Wiese heimisch zu werden.

Die rundblättrige Glockenblume, die Wilde Möhre, das echte Labkraut, Feldthymian, Heide-Nelke und die Stängellose Kratzdistel sind nur ein paar der Wildblumen, die die Naturliebhaber auf der Wiese unterhalb des Insektenhotels entdeckten und bestimmten. „Scabiose oder Knautia?“ - so manche Bestimmung war nicht ganz einfach, aber Dank der genauen Untersuchung von Blättern, Blütenstielen und -ständen wurde man sich immer einig.

„So schön wie dieses Jahr war diese Wiese schon seit Jahren nicht mehr“ war dann auch die eindeutige Meinung derjenigen, die oft in der Kirschenallee unterwegs sind. Die neue Artenvielfalt auf der Wiese hat letzliche auch zur Folge, dass man wieder viele unterschiedliche Schmetterlingsarten sehen kann. „Vor ein paar Tagen habe ich noch einen Schwalbenschwanz hier herumflattern sehen“ , berichtete Willi Bernbeck. Dieser wunderschöne Falter wurde an dem Tag zwar nicht gesichtet, aber man entdeckte ein Kleines Ochsenauge, Widderchen (auch Blutströpfchen genannt) und viele Bläulinge, die die Trockenheit sehr lieben. Alles in allem eine sehr schöne Veranstaltung, bei der man die Schönheit der Natur fast vor der Haustür geniessen konnte.