Märzenbecherwanderung mit Kuriositäten

 

Die NABU-Gruppe Homberg hatte am vergangenen Sonntag Naturinteressierte zu einer Wanderung zu den momentan im Naturschutzgebiet „Igelsrain“ blühenden Märzenbechern eingeladen.

Zahlreiche Wanderfreudige – sogar aus Alsfeld und dem Marburger Raum – hatten sich eingefunden, um dieses in Hessen flächenmäßig größte Vorkommen zu besuchen.

Bei traumhaftem Wetter ging es für die Naturliebhaber nach der Begrüßung durch Karl-Heinz Zobich los.

Wie angekündigt handelte es sich aber nicht um eine reine Wanderung, sondern es gab mit  „Hier stimmt was nicht!“ auch eine Aufgabe.

„Nicht nur die Kinder können hierbei mitmachen,“ hieß es, „auch die Erwachsenen können sich gerne Zettel und Papier nehmen und die Dinge, die nicht in unseren Wald gehören, notieren“.

So lockte der Gang durch den Wald für man einen Teilnehmer z. B. beim Entdecken einer roten Rose an einem Nadelbaum ein Schmunzeln auf die Lippen.

Eifrig waren vor allem die Kinder bei der Sache und fanden sogar Dinge, die nicht im Vorfeld versteckt worden waren, wie alte Handschuhe und einen Auspufftopf, die achtlose Mitbürger einfach weggeschmissen haben.

Zwischendurch gab es immer wieder fachliche Erläuterungen zu der Wichtigkeit von Totholz und der etwas fraglich zu betrachtenden Anpflanzung von nicht heimischen Bäumen, wie einem Mammutbaum, der sich in dem durchlaufenen Waldgebiet befindet.

Beeindruckend war dann der Blick über das Blühtenmeer der Märzenbecher.

„Märzenbecher lieben es nass, daher ist der Standort für sie hier optimal“ erläuterte Karl-Heinz Zobich. Auch eine Verlagerung der Märzenbecher sei zu beobachten.

Aber nicht nur Märzenbecher waren zu bewundern. Die Teilnehmer der Wanderung wurden auf den  ebenfalls momentan blühenden seltenen Waldgelbstern und den in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sprießenden seltenen Aaronstab hingewiesen.

Auf dem Rückweg folgte dann die Auflösung des „Hier stimmt was nicht!“ - Rätsels.

So hätte der aufmerksame Wanderer 24 Kuriositäten im Wald entdecken können – es wächst bei uns

 weder eine Zitrone noch eine Kokosnuss oder gar eine Schere am Baum und auch ein Rauchschwalbennest in Augenhöhe wäre eine echte Sensation.

Wieder am Ausgangort angekommen, gab es noch Kaffee und Kuchen und es erfolgte noch die Auswertung des „Hier stimmt was nicht“ - Rätsels. Die stolzen Gewinner durften sich über einen NABU-Tierkalender freuen und auf einen tollen Sonntagnachmittag mit der NABU zurückblicken.